Unsere Tiere

Zu einer Kreislaufwirtschaft gehören für uns auch Tiere dazu. Sie können Futter verwerten, welches für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist (wie beispielsweise Gras oder ausgesiebtes Getreide), liefern leckere, nahrhafte Produkte und Dünger für den Boden.

Unsere Tiere leben überwiegend „mobil“, wodurch wir unsere Ackerflächen doppelt nutzen können: einerseits zum Anbau von Feldfrüchten, andererseits als Auslauf für unsere Tiere.

Schweine

Unsere Schweine leben in der Rotte im mobilen Stall und draußen auf dem Acker. Dank unserer Schweinemobile können wir eine ganzjährige Freilandhaltung gewährleisten. So sind die Schweine bei Bedarf vor Wettereinflüssen geschützt und können gleichzeitig von den natürlichen Reizen auf der Auslauffläche profitieren.

Auch die Ferkel können schon von Geburt an die Außenflächen nutzen. Die Tiere haben die Möglichkeit, im Erdboden zu graben und so ihrem natürlichen Bedürfnis nachzukommen. Die Schweine können sich suhlen, was für sie besonders wichtig ist, um einen Wärme-Kälte-Ausgleich zu schaffen, denn sie haben kaum Schweißporen. Auch gegen Milben und ähnliche störende Wesen hilft das Suhlen.

Ihr facettenreiches soziale Verhalten können sie aufgrund des großen Auslaufes ausleben.

Als Rasse haben wir uns mittlerweile für eine Kreuzung aus Bunten Bentheimern und Duroc bzw. Deutsches Landschwein und Duroc entschieden. Durch die Kreuzung können wir die positiven Eigenschaften der einzelnen Rassen zusammenführen.

Bentheimer, unsere Sauen, sind sehr robust und fürs Draußenleben geschaffen. Sie sind eine alte deutsche Schweinerasse mit sehr zartem, leckeren Fleisch. Das Fleisch ist für sein Fett bekannt, welches den besonderen Geschmack schafft. Trotz dieser positiven Eigenschaften ist die Rasse vom Aussterben bedroht.

Auch das Duroc-Schwein ist eine ältere Hausschweinerasse, welche aus den USA stammt. Sie haben ein rot-braunes bis gelbes Fell, ein muskuläres Erscheinungsbild und herunterhängende Ohren. Das Duroc-Schwein bildet als Vaterrasse die Zuchtbasis für viele Gebrauchskreuzungen. Auch sie sind robuste und wenig krankheitsanfällige Tiere, welche gut für die Freilandhaltung geeignet sind. Ihr Wachstum ist schneller als das der Bentheimer und sie bilden immer noch schön gemasertes Fleisch mit intramuskulärem Fett, aber eine weniger dicke Fettauflage als die Bentheimer.

Die Bunten Bentheimer oder auch „Swatbunten“ erfreuten sich bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts großer Beliebtheit. Heute stehen sie auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Sie sind robust gegen Wind und Wetter, relativ genügsam in der Haltung und sie können lange zur Zucht eingesetzt werden, denn sie haben eine hohe Fruchtbarkeit. Dies alles sind Merkmale, die unserer Ansicht nach einer Leistungszucht zuträglich sind, auch die grundsätzlich sehr hohe Fleischqualität durch das intramuskuläre Fett bewerten wir positiv.

Dass die Bunten Bentheimer vom Aussterben bedroht sind, liegt daran, dass sie dazu neigen, mehr Fett einzulagern, als das andere Schweinerassen tun. Die Bildung von intramuskulärem Fett geht einher mit einer dicken Speckschwarte. Diese ist in den herkömmlichen Schlachtbetrieben unerwünscht. Auch viele Verbraucher bevorzugen aufgrund von Fitness-Trends mageres Schweinefleisch.

Somit sind im Laufe der Jahre die Rassen, die weniger und fettreiches Fleisch liefern, vom Markt nahezu verschwunden. Schlachtbetriebe belegen den Landwirt mit hohen Abzügen, wenn das Fleisch im Fettgehalt über der von der Industrie gesetzten Norm liegt. Widersinnig, weil das Fleisch mit einem hohen intramuskulären Fettanteil einen wesentlich feineren Geschmack hat und bei entsprechender Zubereitung auch um einiges zarter bleibt als „normales“ Schweinefleisch.

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Bunte Bentheimer zu nutzen und diese Rasse mit anderen Rassen zu kreuzen. Wir möchten hochwertiges, leckeres Fleisch anbieten und unseren Beitrag dazu leisten, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Bei den Bunten Bentheimern dient die Landwirtschaft neben der Fleischproduktion und dem Genuss auch der Arterhaltung.

Schafe

Die Suffolk-Schafe sind eine robuste Fleischrasse aus England, die auch ganzjährig auf der Weide gehalten werden kann.

Sie sind mittelgroß, tragen weiße Wolle, einen schwarzen Kopf und haben keine Hörner. Zurzeit lebt bei uns eine Schafherde von etwa 50 Tieren. Die Lämmer wachsen bei uns auf der Weide auf.

Legehühner und Masthühnchen

Ein paar Mal im Jahr ziehen wir auch Masthähnchen & -hühnchen groß. Diese bekommen wir als Eintagsküken vom Bioland-Geflügelhof Overmeyer. Es handelt sich hierbei um eine spezielle, langsam wachsende Mastrasse. Dabei werden sowohl Hennen als auch Hähnchen gemästet, weswegen wir gerne von Hühnchen statt von Hähnchen sprechen. Die ersten 5-6 Lebenswochen verbringen die Küken im kuschelig warmen Stall, bis sie kräftig genug sind, um nach draußen zu kommen. Dann dürfen sie wie unsere Schweine selber wählen, ob sie draußen sein, scharren und picken wollen, oder ob sie drinnen fressen und ausruhen wollen. Nach 12 Wochen (im Gegensatz zu konventionell drei Wochen) werden die Hühnchen dann bei uns vor Ort geschlachtet.

Das Fleisch können Sie als ganze und halbe Hähnchen oder als Teilstücke (Flügel, Brust und Keule) bei uns im Hofladen erwerben. Wir haben stets etwas Tiefgefrorenes vorrätig und zum Schlachttermin gibt es alles auch frisch.

Unsere Hühner leben ebenfalls draußen mit viel Platz, legen bunte Eier und scharren hier und da nach Würmern und Samen. Futter bekommen sie aber auch in ihrem Stall...

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